Reisen mit Baby - Top-Tipps zum Thema Autofahren
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Reisen mit Baby – Top-Tipps #2: Autofahren mit Baby

Oje… Eine stundenlange Autofahrt mit einem stundenlang schreienden Baby – das war wohl meine größte Angst, bevor wir unsere erste große Reise mit Baby antraten. Allein nur bei dem Gedanken an das Geschrei, stellten sich mir die Nackenhaare auf. Aber zum Glück zeigte sich, dass meine Sorgen völlig unbegründet waren. Im Gegenteil, mein Babymädchen mutierte unterwegs zu einem richtigen Automitfahrprofi. Allerdings hatte ich mir im Voraus auch viele Gedanken zu diesem Thema gemacht. Welche Dinge sich bewährt haben, erfährst du in diesem Beitrag, damit auch du die erste lange Autofahrt mit deinem Baby erfolgreich meistern kannst.

Reisen mit Baby - Top-Tipps zum Thema Autofahren mit Baby

1. Zieh deinem Baby einen bequemen Strampler an!

Und damit meine ich diese schlafanzugähnlichen Einteiler – Arme, Beine und Füße – alles in einem Stück. In den ersten Monaten mit Baby habe ich diese süßen Strampler geliebt, aber je älter die Kleinen werden, desto seltener findet man diese Einteiler. Viel häufiger werden Babys stattdessen schon in richtige Jeans oder Kleider mit Strumpfhosen gesteckt. Sieht halt irgendwie cooler aus. Aber denk daran, auf langen Autofahrten ist das wirklich unbequem für die zarten Babybäuche!

2. Nutze die ritualisierten Schlafenszeiten!

Das Einüben fester Schlafenszeiten für dein Baby zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus, auch auf langen Autofahrten. So kannst du schon vor der Reise planen, zu welcher Uhrzeit es günstig ist, loszufahren, wie lange ihr am Stück fahren könnt und wann Pausen nötig sind. Da das Schlafbedürfnis von Baby zu Baby sehr unterschiedlich ist, ist es schwierig einen allgemeingültigen Zeitplan aufzustellen. Ich möchte dir aber ein Beispiel geben: Wir sind meistens gegen 9 Uhr gestartet, zu der Zeit hat unser Babymädchen nämlich immer ihr Vormittagsschläfchen gehalten. Gegen 11:30 Uhr haben wir eine ausgiebige Mittagspause eingelegt, um während der anschließenden Mittagsschlafzeit weiterzudüsen, etwa von 13:00-15:30 Uhr. (Warum 5 Stunden Fahrzeit optimal sind, liest du weiter unten!)

3. Behalte auch andere Rituale bei!

Brei gibt es immer um 12 Uhr? Täglich vor dem Mittagsschlaf wird das Lieblingsbilderbuch vorgelesen? Dann mach das auch unterwegs! Ganz egal, wo du gerade bist! Bekannte Rituale geben deinem Baby Sicherheit, vor allem wenn um sie herum plötzlich vieles anders ist als gewohnt.

4. Packe eine Spieletasche!

Ich gebe zu, dieser Tipp ist jetzt nicht so überraschend. 🙂 Die Babyspieletasche sollte im Auto immer griffbereit sein. Meine Erfahrung hat dabei gezeigt: weniger ist mehr. Zwei, drei Lieblingsspielzeuge, eine bekannte Kinderlieder-CD, eine rolle Butterbrotpapier (was man da alles für knisternde Objekte draus machen kann!) und die Fingerpuppen von Ikea hätten meiner 6-monatigen Tochter völlig ausgereicht. Ach ja, Bilderbücher dürfen es ruhig ein paar mehr sein! Andere Spielsachen lassen sich unterwegs auch super aus Alltagsgegenständen improvisieren. Das ist meistens eh viel spannender für die kleinen Weltentdecker. (Was du sonst noch für dein Baby einpacken solltest, kannst du übrigens hier nachlesen!)

5. Gönn dir und deinem Baby lange Pausen!

Das tut nämlich allen Mitfahrern gut. Wir haben in den Pausen ausgiebig gegessen und getrunken, Spaziergänge gemacht oder auf einer Picknickdecke alle Viere von uns gestreckt. Die französischen Autoraststätten sind übrigens weitaus attraktiver als in Deutschland. Häufig fanden wir kostenlose, saubere Toiletten und Wickelplätze vor, frei zugängliche Mikrowellen, Spielplätze und schöne Grünanlagen.

6. Fahre nicht länger als 4-5 Stunden pro Tag!

Klar kann man auch mal längere Strecken fahren. Wir haben auf der ersten und letzten Etappe auch eine 8-stündige Fahrt auf uns genommen, mussten aber immer wieder feststellen: 4-5 Stunden reine Fahrzeit (ohne Pausenzeit) sind völlig ausreichend. Sitzt man länger im Auto, kann es wirklich anstrengend werden…

7. Überlege dir Nachtfahrten gut!

Nachtfahrten mit Baby sind sehr verlockend, denn dann schlafen die lieben Kleinen so schön. Leider geht das Ganze nicht auf, wenn am Zielort Ankunftszeiten vorgegeben sind (bei Ferienwohnung häufig zwischen 15 und 19 Uhr). Noch dazu kann das Leben mit Baby sehr müde machen und das wirst du auch beim nächtlichen Autofahren merken. Also Abwechseln nicht vergessen und notfalls eine kleine Pause zum Powernapping einlegen!


Und was sind deine Tipps für unbeschwerte Autofahrten mit Baby?

  1. Huhu 🙂

    Wir haben es eigentlich immer genauso gemacht. Bequeme Sachen angezogen, los gefahren, wenn der Zwerg müde war, jede Menge Spielzeug und Bücher eingepackt. Pausen gemacht, wenn der kleine Mann sonst so ungefähr gegessen hat… Aber die Fahrten waren bisher maximal 5 Stunden, die waren immer gut zu überbrücken.

    Diesen Urlaub hatten wir jedoch mal 8 Stunden vor uns. Und wir haben etwas getan, was so manch einem Elternpaar die Nackenhaare aufstellen lässt… Ich habe ein Tablet-Halter genäht, den man an der Kopfstütze befestigen kann. Und so durfte unser 21 Monate alter Sohn stundenlang Kinderfilme (Mama Muh, Peterson & Findus etc.) schauen. So entspannt sind wir tatsächlich noch nie unterwegs gewesen. Pädagogisch nicht sonderlich wertvoll, aber dafür kamen wir ohne Stress im Urlaub an und genauso wieder zurück 😉 Geschlafen, gelesen, gegessen und gespielt wurde natürlich trotzdem.

    LG anna

    • Isabel | bel macht blau

      Huhu Anna,
      wie schön zu lesen, dass auch andere Eltern ähnliche Erfahrungen beim Autofahren mit Baby gemacht haben! 5 Stunden scheint tatsächlich die magische Grenze zu sein, denn bei längeren Fahrten wird es wirklich anstrengend. Deshalb finde ich es auch durchaus nerventechnisch wertvoll, dass du kreativ geworden bist und dir einen Tablet-Halter genäht hast – wie cool ist das denn!? 🙂 Bei den ganz Kleinen funktioniert das ja leider noch nicht, aber die Idee muss ich mir unbedingt für später merken. Kann man den Tablet-Halter auf deinem Blog bestaunen? Ich habe ihn leider noch nicht finden können…
      Liebe Grüße! Isabel

  2. Bequeme Einteiler stehen bei mir auch ganz oben auf der Vorbereitungsliste für längere Fahrten. (Also die 1,5 Std zu Oma und Opa schaffen wir auch so, aber in den Urlaub gehts nur bequem)
    Ich hatte für meinen Sohn den Babyanzug aus Klimperkleins Buch ‚Nähen mit Jersey‘ genäht. Den gibts auch noch in etwas größere Größen und mir gefällt er sehr gut und er hat sich schon bewährt!
    Das Nachtfahrten in die Hose gehen können, haben wir leider auch schon gelernt. Bei uns ist die beste Reisezeit morgens direkt nach dem Aufstehen. Nur Kaffee kochen und los. Gegessen wird im Auto!

Ich freu mich über deinen Kommentar!