Mamasein

Warum du deinen Mama-Körper in Konfetti baden solltest

Was unser Körper während einer Schwangerschaft und bei der Geburt alles leistet, ist ein kleines Wunder. Diesen winzigen Menschen, den er in uns heranwachsen lässt. Mit seinen kleinen Fingerchen und Füßchen und einem noch kleinerem Herz, das ganz sanft in ihm anfängt zu schlagen.

Unser Innerstes und Äußerstes steht plötzlich Kopf. Übelkeit, Kreislaufprobleme, Rückenschmerzen und die Sache mit der Verdauung – um nur einen Bruchteil der Wehwehchen aufzuzählen, denen sich unser Körper nun unausweichlich stellen muss. Neun Monate sammelt er all seine Kraft und Liebe, schleppt sich von Woche zu Woche. Und dann geht es auf einmal rund.

Bade deinen Körper doch auch mal in Konfetti! Mach ihm ein Kompliment oder tu ihm etwas anderes Gutes! Am besten jetzt gleich, er hat es verdient!

Ich habe mal gelesen, dass Wehenschmerzen zu den schlimmsten Schmerzen gehören, die ein Mensch ertragen könne. Auch wenn ich mich auf wundersame (vielleicht auch wunderbare Weise 🙂 ) kaum erinnern kann, so weiß ich noch, dass es tatsächlich so ist. Und ich habe völlig unterschätzt, wie lange mein Körper brauchen würde, um sich von der Schwangerschaft und der Geburt zu erholen.

Ursprünglich hatte ich vor eine Ode an den Körper zu schreiben. So eine Art Lobeshymne hätte er nämlich wirklich verdient nach dieser grandiosen Leistung! Aber die Worte wollten nicht so recht fließen. Meistens bleibe ich nämlich immer an den Dingen hängen, die mich an meinem Körper stören oder nerven – da zwickt es, da schmerzt es, dort sieht es irgendwie komisch aus und insgesamt fühlt sich alles ganz schön seltsam an. So anders als vorher.

Aber vielleicht mache ich mir auch zu selten bewusst, was mein Körper im vergangenen Jahr alles geleistet hat. Und auch immer noch leistet! Denn das Stillen zerrt ebenfalls an den Kräften – Tag ein, Tag aus. Und anstatt meinen Körper für seine Leistung zu bewundern und ihm etwas Gutes zu tun, stelle ich ziemlich hohe Erwartungen an ihn – Tag ein, Tag aus. Manchmal bin ich sogar richtig schlecht gelaunt, weil er nicht so reibungslos funktioniert, wie ich es gerne hätte.

Dabei sollte ich viel liebevoller mit meinem Körper umgehen. Ihm gut zureden und auch mal ein Kompliment machen, anstatt mich immer nur über ihn zu beschweren. Er hat ein kleines Wunder vollbracht. Nein – mehr noch – ein großes, grandioses, umwerfendes Wunder! Ich sollte meinen Körper in Konfetti baden bis ihm die Luftschlangen zu den Ohren rauskommen und dabei laut rufen: Du bist wundervoll! Ich mag dich mit all deinen Ecken und Kanten!

Denn ohne dich wäre es nicht da. Dieses kleine Herz, das so sanft schlägt neben dem meinem.

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…und jetzt bin ich natürlich neugierig! Wie ergeht es dir mit deinem neuen Mama-Körper? Hast du ihm heute schon ein Kompliment gemacht? Oder ihm etwas anderes Gutes getan? Ich freue mich riesig über deinen Kommentar zu diesem Thema!

Wenn du Lust hast, kannst du deine Ideen gerne bei Instagram mit dem Hashtag #ichbadeinkonfetti teilen! Auf diese Weise entsteht eine Sammlung von Komplimenten und anderen Dingen, die unserem Körper gut tun. Ich bin schon ganz gespannt, was für Ideen zusammenkommen! 🙂

  1. Ja das ist in der Tat so eine Sache mit der Würdigung des Körpers. Ich bin auch viel zu oft unzufrieden oder ängstlich. Aber es kommt ja das Mama- Sein und das Älterwerden zusammen und wenn dann noch eine (plötzliche und ungeplante) Kaiserschnittnarbe den Körper ziert, dann kann das schon mal zu Frust führen. Aber mittlerweile sehe ich es wie die Männer (zu mindest hat mir meiner gesagt, Männer sehen das so), dass Narben tolle Zeichen sind, die einem zeigen, was man schon alles erfolgreich geschafft hat!

Ich freu mich über deinen Kommentar!